Nur hier erhältlich: Original GHOST-Module für BMW, Audi, Skoda, SEAT, VW & mehr

Was bedeutet CAN-Bus?

Image
Veröffentlicht am: 18. Dezember 2025    Zuletzt aktualisiert: Juni 8, 2026

Der CAN-Bus ist ein Kommunikationsnetzwerk in modernen Fahrzeugen, das es Dutzenden von Steuergeräten, Sensoren und Modulen ermöglicht, Daten über ein oder zwei Leitungen auszutauschen. Dieses System erlaubt einen zuverlässigen Nachrichtenaustausch, anstatt dass jedes Bauteil eine eigene Verkabelung benötigt.

Das Wort „CAN“ steht für Controller Area Network. Deshalb findet man oft die Bezeichnung „CAN-Bus-Standard“. Der Begriff „Bus“ bezeichnet dabei einen gemeinsamen Kommunikationsweg (eine geteilte Datenleitung) zwischen mehreren Geräten. Daher ist die Bezeichnung „Controller Area Network Bus“ eigentlich doppelt gemoppelt, weshalb meist nur „CAN-Bus“ verwendet wird.

Historischer Hintergrund des CAN-Bus-Systems

Die Entwicklung begann Mitte der 1980er Jahre: Robert Bosch entwickelte das CAN-Protokoll, um die Komplexität und Kosten der Fahrzeugverkabelung zu reduzieren. Vor dem CAN-System gab es viele direkte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen Sensoren und Steuergeräten. Man kann sich das wie ein Netzwerk aus Tausenden Kabeln vorstellen. Diese komplexe Verkabelung führte zu höherem Gewicht, höheren Kosten und mehr möglichen Fehlerquellen. 1986 wurde der CAN-Standard eingeführt und nach und nach in vielen Fahrzeugen integriert.

In modernen Autos gibt es dutzende Steuergeräte (ECUs – Electronic Control Units): eines für den Motor, eines für das Getriebe, ABS/ESP, Airbags, Sensoren usw. In vielen Fahrzeugen bildet der CAN-Bus das Rückgrat der Kommunikation zwischen diesen Systemen. Studien zufolge können in modernen Autos bis zu 70 Steuergeräte über CAN-Bus miteinander kommunizieren.

Wenn man also von CAN-Technologie spricht, meint man ein gemeinsames Kommunikationsnetzwerk im Fahrzeug, über das verschiedene Module in Echtzeit miteinander Daten austauschen, sich koordinieren und reagieren können.

Background of can bus system

Die Rolle des CAN-Bus in Fahrzeugen

Moderne Autos enthalten unzählige Systeme: Motorsteuerung, Getriebe, Sicherheitssysteme, Fahrwerk, Infotainment, Sensoren und Aktoren. Alle diese Komponenten müssen schnell und zuverlässig Daten austauschen. Das CAN-Bus-Netzwerk ist dabei oft die zentrale „Datenautobahn“, die viele dieser Module miteinander verbindet.

Zum Beispiel:

  • Die Motorsteuerung (ECU) sendet Daten wie Drehzahl, Temperatur und Drosselklappenstellung über den Bus.
  • Das Getriebesteuergerät übermittelt Informationen zu Gangstatus und Schaltzeiten.
  • ABS/ESP-Systeme überwachen Raddrehzahlen und senden Steuerbefehle.
  • Das Karosseriesteuergerät (BCM) übermittelt Tür- und Lichtstatus.
  • Telematik- und Diagnoseeinheiten greifen auf den Bus zu, um Daten auszulesen oder Steuergeräte zu programmieren.

Da die Verkabelung gemeinsam genutzt wird, ist die Komplexität geringer, das Fahrzeug wird leichter, es gibt weniger Fehlerquellen und die Wartung wird einfacher. Viele Werkstatt-Tools verbinden sich über den OBD-II-Diagnoseanschluss mit dem CAN-Bus oder ähnlichen Fahrzeugnetzwerken, um Systemdaten auszulesen, Fehler zu diagnostizieren oder Steuergeräte zu programmieren.

Wie funktioniert der CAN-Bus?

Verdrahtung und physikalische Ebene

Statt 50 separater Kabel zwischen 50 Systemen gibt es im Prinzip nur ein verdrilltes Zweidrahtsystem. Diese beiden Leitungen übertragen ein Differenzsignal, wodurch Störungen weitgehend ausgeglichen werden. Das ist ideal für Fahrzeuge mit hoher elektrischer Interferenz.

Nachrichten und Priorisierung

Jeder Knoten (ECU oder Sensor) kann Daten senden und empfangen. Wenn ein Steuergerät „sprechen“ will, sendet es ein Datenpaket auf den Bus, das alle anderen empfangen. Jedes System prüft die Kennung und entscheidet, ob die Nachricht relevant ist.
Wenn zwei Geräte gleichzeitig senden, gewinnt die Nachricht mit der höheren Priorität (niedrigere Kennung), während die andere kurz stoppt und später erneut sendet. So werden sicherheitskritische Signale – etwa vom ABS oder Airbag – bevorzugt behandelt.

Aufbau der Nachrichten

Eine CAN-Nachricht (CAN-Frame) enthält unter anderem eine Kennung (Identifier). Diese bestimmt nicht nur den Inhalt der Nachricht, sondern auch ihre Priorität im Netzwerk.

Praxisbeispiel

Wenn du während der Fahrt bremst, sendet der Bremspedalsensor ein Signal über den CAN-Bus. Dieses Signal wird über die gemeinsame Leitung verteilt und von den relevanten Systemen verarbeitet – ohne dass jede Komponente einzeln verkabelt sein muss. Der CAN-Bus funktioniert dabei wie das Nervensystem eines Autos: Sensoren sind die „Nervenenden“, und das Netzwerk ist die zentrale Leitung.

Technische Daten und Grenzen

Der klassische CAN 2.0 Standard unterstützt Datenraten von bis zu etwa 1 Mbit/s. Da moderne Fahrzeuge jedoch deutlich mehr Daten verarbeiten müssen (z. B. Kameras, Radar, Assistenzsysteme), werden zusätzlich Hochgeschwindigkeitsnetzwerke eingesetzt, die den CAN-Bus ergänzen.

can bus Work

Wie funktionieren Mileage Blocker mit dem CAN-Bus?

Ein Mileage Blocker ist ein Gerät, das die im Fahrzeugnetzwerk gespeicherten Kilometerdaten beeinflusst. Die Idee dahinter ist, dass der Kilometerstand nicht mehr im ECU-/EEPROM-Speicher aktualisiert wird. Dadurch bleibt der ursprüngliche Kilometerstand trotz Fahrbetrieb unverändert. Solche Geräte werden oft als kompatibel mit Fahrzeugen beschrieben, die CAN-Bus- oder sogar FlexRay-Netzwerke verwenden.

Wie ein Mileage Blocker funktioniert:

Das Fahrzeug nutzt das CAN-Bus-Netzwerk, um Daten wie Geschwindigkeit, Raddrehzahl, zurückgelegte Strecke und weitere Informationen zu übertragen. Verschiedene Module empfangen diese Daten und speichern sie für Serviceintervalle, Garantieansprüche und Diagnosen.
Ein Mileage-Blocker-Gerät greift in den Bus ein (oder wird zwischen Module geschaltet). Es filtert und verändert die Nachrichten, die Kilometerdaten enthalten, sodass die Module ihre gespeicherten Kilometerstände nicht aktualisieren. Dadurch erscheint die zusätzliche Fahrstrecke nicht im Tacho.
Da viele Steuergeräte eigene unabhängige Aufzeichnungen über die Gesamtlaufleistung führen, muss der Blocker Daten in mehreren Modulen beeinflussen. Kurz gesagt nutzt das Gerät den CAN-Bus als Kommunikationsweg, um in den Datenfluss einzugreifen.

Ist ein Mileage Blocker nicht erkennbar?

Der Mileage Blocker verhindert, dass das Fahrzeug Kilometerdaten in Speichereinheiten aktualisiert. Daher werden die Daten als nicht nachvollziehbar bzw. nicht sichtbar beschrieben. Selbst wenn Diagnosegeräte verwendet werden, sollen die Informationen nicht erkennbar sein.

Der Mileage Blocker bietet außerdem weitere Vorteile:

  • Steuerung über eine mobile App vom Smartphone aus
  • Einfache DIY-Installationsanleitung
  • Verschiedene auswählbare Betriebsmodi
  • Hochwertige Materialien
  • Funktioniert auch unter schwierigen Wetterbedingungen

Der SKF Mileage Blocker ist online erhältlich und jederzeit kaufbar. Dieses Gerät ist ausschließlich für Fahrzeugtests unter kontrollierten Bedingungen vorgesehen.

Vorteile und Grenzen des CAN-Bus

Vorteile:

  • Kosteneffizient: Ein gemeinsamer Bus reduziert Gewicht, Komplexität und Kosten im Vergleich zu Punkt-zu-Punkt-Verkabelung.
  • Hohe Zuverlässigkeit: CAN-Bus bietet integrierte Fehlererkennung, Priorisierung und Fehlereindämmung und funktioniert dadurch sehr stabil in der rauen Fahrzeugumgebung.
  • Echtzeit-Kommunikation mit Priorisierung: Wichtige Nachrichten werden zuerst übertragen, weniger wichtige später – entscheidend für sicherheitsrelevante Systeme.
  • Weit verbreitet: Durch den jahrzehntelangen Einsatz gibt es viele kompatible Diagnosegeräte und Steuergeräte, was Integration und Wartung erleichtert.

Grenzen:

  • Bandbreite: Klassische CAN-Bus-Netzwerke sind auf etwa 1 Mbit/s begrenzt. Für moderne Fahrzeuge mit Kameras, ADAS-Systemen und Radar reicht das oft nicht mehr aus.
  • Sicherheit: Der Standard enthält keine integrierte Verschlüsselung oder Authentifizierung, wodurch er anfällig für Angriffe wie Spoofing, Datenmanipulation oder Denial-of-Service ist.
  • Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit: Mit der Entwicklung softwaredefinierter Fahrzeuge (SDV) mit zentraler Rechenarchitektur und hohen Datenraten reicht CAN allein oft nicht mehr aus.

Ist der CAN-Bus in Fahrzeugen der nächsten Generation noch relevant?

Mit der Weiterentwicklung von Fahrzeugen hin zu ADAS, autonomen Funktionen, vernetzten Diensten, OTA-Updates und großen Datenmengen wird die Rolle des CAN-Bus neu bewertet – bleibt aber weiterhin wichtig.

Warum er weiterhin relevant ist:

  1. Viele bestehende Fahrzeugplattformen nutzen CAN weiterhin für Kernsysteme wie Motor, Getriebe und Karosserie.
  2. Für weniger datenintensive Systeme (z. B. Fensterheber, Sitze, einfache Sensoren) ist CAN kostengünstig und zuverlässig.
  3. Die Integration neuer Protokolle ist teuer, daher bleibt CAN oft für einfache Systeme im Einsatz.

Warum er herausgefordert wird:

  1. Moderne Systeme wie Kameras, LiDAR, Radar und V2X erzeugen zu viele Daten für die begrenzte Bandbreite von CAN.
  2. Autonome Fahrfunktionen benötigen extrem niedrige Latenz und garantierte Echtzeitkommunikation.
  3. Es fehlen integrierte Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung und Authentifizierung.
  4. Neue Fahrzeugarchitekturen setzen zunehmend auf zentrale Computer und Hochgeschwindigkeitsnetzwerke wie Automotive Ethernet.

Die Stärke und Vorteile des CAN-Bus-Systems

Der CAN-Bus hat die Fahrzeugkommunikation grundlegend verändert, indem er komplexe Verkabelung durch ein einziges, effizientes Kommunikationsnetz ersetzt hat. Dadurch können Steuergeräte Daten schnell und präzise austauschen. Moderne Fahrzeuge unterstützen damit Funktionen wie adaptive Temporegelung, Echtzeitdiagnose und optimiertes Energiemanagement.
Ein großer Vorteil ist die Zuverlässigkeit: Selbst wenn ein einzelnes Modul ausfällt, läuft das Gesamtsystem weiter stabil. Außerdem erleichtert der CAN-Bus Wartung und Diagnose erheblich, was Zeit und Kosten spart.
CAN-Bus ist nicht nur in Autos verbreitet, sondern auch in Industrieanlagen, Medizintechnik und Luftfahrt im Einsatz. Seine Effizienz und Robustheit machen ihn zu einem wichtigen Kommunikationsstandard in vielen Bereichen.

Fazit

Der CAN-Bus bleibt ein zentraler Bestandteil moderner Fahrzeugarchitekturen. Er ermöglicht eine zuverlässige Echtzeitkommunikation zwischen zahlreichen Steuergeräten und ist aufgrund seiner Einfachheit, Stabilität und Effizienz weiterhin unverzichtbar – sowohl in Fahrzeugen als auch in vielen anderen Industrien.

SERVICE ZENTRUM
KUNDENZENTRUM

Hier finden Sie Informationen über unser Unternehmen

Versand und Rückgabe

Hier finden Sie Informationen zu Versand und Rückgabe

Technische Hilfe

Hier finden Sie Informationen zu allen technischen Fragen

Einbauhilfe

Hier finden Sie hilfreiche Informationen zur Installation

Request a Device

0/200